Dies ist eine öffentliche Veranstaltung, wir freuen uns auf euren Besuch.
Die Wiederentdeckung der Lehrsammlung des in Vergessenheit geratenen Benediktiners Pater Emmanuel Scherer (1876–1929) führte in den Jahren 2022 bis 2025 zu einer umfassenden Inventarisierung sowie zur Aufarbeitung seines schriftlichen Nachlasses. Nun liegen die Ergebnisse vor. Die vorliegende Schrift präsentiert erstmals die Biografie und die Sammlung dieses Spezialisten für Urgeschichte und zeigt auf, dass von Obwalden einst grundlegende Impulse für die schweizerische Archäologie ausgingen.
19. März 2026 im Landgasthof Grossteil
Danke dem Wirtepaar Angelika und Christian für die Gastfreundschaft.
Der Präsident Ludi Degelo führte zügig durch die reich befrachtete Traktandenliste. Die vielen Teilnehmer genehmigten ohne Einwand und mit Applaus die Jahresrechnung, die Berichte über das Vereinsleben, gedachten verstorbener lieber Vereinsmitglieder und freuten sich über die zwei neuen Ehrenmitglieder Doris Ming und Toni Halter. Einstimmig genehmigt wurde der Antrag des Vorstandes auf eine Änderung der Statuten: Die HVG ist nun eine gemeinnützige, steuerbefreite Institution.
Gespannt folgte man den Worten des Künstlers Toni Halter, er stellte das Projekt zur Errichtung eines Mahnmales bei der alten Kirche vor. 2029 jährt sich zum vierhundertsten Mal der Untergang des Gotteshauses und die darauffolgende Hexenjagd auf der Suche nach Schuldigen. Da die HVG im selben Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, möchte sie in Absprache mit dem Kirchenrat das Projekt in Auftrag geben.
Mit Händeklatschen dankten alle Doris Ming für ihre 10 Jahre lange Arbeit im Vorstand.
Nach dem offiziellen Teil stellte uns der Archäologe Martin Berweger den Vater der Archäologie der Zentralschweiz, Pater Emmanuel Scherer vor. Geboren in Flühli, Luzern, studierte er Naturgeschichte und Germanistik in Innsbruck und Fribourg, trat dem Kloster Muri-Gries bei, lehrte von 1903 bis1929 am Kollegium in Sarnen. Er war Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinen und veröffentliche eine grosse Menge wissenschaftlicher Arbeiten. Gross war sein Interesse für die Erforschung der Urgeschichte. Seine gesammelten 3700 archäologischen Funde aus der Altsteinzeit bis zur frühen Neuzeit lagerten rund 100 Jahre im Professorenheim des Kollegiums Sarnen. Sie gingen beinahe vergessen, wurden erst bei Bohrarbeiten in den Gängen des Hauses und im Estrich wieder entdeckt. Auf Scherers schriftlichen Nachlass stiess man im Staatsarchiv Obwalden.
Die Fundstücke stammen meist aus der Schweiz, am häufigsten aus Luzern und Obwalden. In Alpnach leitete der Benediktinermönch mit seinem Team die Grabungen eines römischen Gutshofes. Einige Objekte führen ins Ausland, nach Frankreich, Ägypten, Griechenland. In zwei Kommoden und einem Schrank lagerten unter anderem Feuersteine, Steinbeile, Zähne von Wildschweinen. Auch eine antike Sammlung mit einem etruskischen Spiegel, Skulpturen und Keramik aus Knossos kam zum Vorschein.
Einige Gegenstände liessen sich Giswiler Fundstellen zuordnen. So wurde eine Gurtschnalle bei der Ruine Rudenz ausgegraben, eine Gemme, das ist ein bearbeiteter Edelstein für Siegel und Schmuckstücke, angeblich bei der Hofbachsäge entdeckt. Der vermeintliche Kiefer eines Elches entpuppte sich allerdings als Überbleibsel eines Pferdes!
Danke Martin für deine spannende, unterhaltsame Führung in die geheimen Gemächer des Sarner Kollegiums. Pater Emmanuel hätte sich gefreut, dir zu zuhören.
Fälle aus der Obwaldner Justiz- und Kriminalgeschichte
Mittwoch, 18. März 2026, 19:15 Uhr im Mehrzwecksaal der Kantonsschule Obwalden, Rütistrasse 5, 6060 Sarnen
Nach dem erfolgreichen Anlass im vergangenen Jahr laden das Obwaldner Institut für Justizforschung der Universität Luzern und das Staatsarchiv Obwalden erneut herzlich ein, in die faszinierende Welt der historischen Strafjustiz im Kanton.
Obwalden einzutauchen. Die beiden Referenten, Dr. med. Andreas Anderhalden und Mike Bacher, MLaw, stellen spannende Straffälle vor und machen diese für die Öffentlichkeit zugänglich. Dieses Jahr geht die kriminalhistorische Zeitreise zurück in die touristische Blütezeit der «Belle Epoque» in Engelberg sowie in die Zeit der Kriegswirren des Zweiten Weltkriegs und der Internierung polnischer Soldaten in der Region Obwalden.
Die Vortragsreihe «Tatort Obwalden» des Obwaldner Instituts für Justizforschung in Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Obwalden erlaubt tiefe Einblicke in die bisher kaum erforschte Obwaldner Strafjustiz. Sie dient der Vorstellung und Sichtbarmachung historischer Strafrechtsfälle und soll das Interesse an der lokalen sowie regionalen Justiz- und Kriminalgeschichte wecken.
Zeit: Mittwoch, 18. März 2026, 19:15 Uhr
Ort: Kantonsschule Obwalden, Rütistrasse 5, 6060 Sarnen, Mehrzwecksaal
Programm:
Prof. Dr. Michele Luminati, geschäftsführender Direktor des IJF: Begrüssung und Einführung
Referate zu den historischen Straffällen
· Mike Bacher, MLaw: «Kriminalfälle aus der Hotellerie der Belle Epoque»
· Dr. med. Andreas Anderhalden: «Der Tod des jungen Theodor Spendel» Anschliessend Diskussion und Fragen aus dem Publikum
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Apéro im Foyer/Eingangsbereich der Kantonsschule statt.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Projektpartner: Kanton Obwalden.
die dritte Folge von "Giswil Handel und Gewerbe im Wandel der Zeit"
Zwischen Farbkübeln und Pinseln stellten die Mitglieder der
Arbeitsgruppe ihr neuestes
Werk vor. Da im Buch auch die lange Geschichte des Malergeschäftes Slanzi
beschrieben wird, luden Susanne und Kurt zur Vernissage im neuen Haus des Malergeschäftes im Mühlemattli ein.
Den Abend moderierte unterhaltsam Bruno Zumbühl. Bärti Imfeld stellte die Arbeitsgruppe vor und erklärte, was es alles braucht, ein gedrucktes gebundenes Buch herauszugeben, vom Sammeln der Dokumente, der Suche nach Bildern, bis zum Schreiben des Textes und Gestalten des Layouts. Dann folgen das Korrektorat, das Lektorat, mehrere Versionen bis zum endgültigen «Gut zum Druck «.
Ludi Degelo fasste den Inhalt des Büchleins zusammen, ohne aber allzu viel zu verraten.
Es werden Geschäfte und Betriebe beschrieben, vornehmlich in Diechtersmatt und Rudenz gelegen, die beinahe alle verschwunden und beinahe aus der Erinnerung der einheimischen Bevölkerung gelöscht sind. So die Schreinerei von Äschi Pius im Mühlemattli, die alte Schmiede in Hinterrudenz, von der das «Schmittenbächli» seinen Namen hat. Aber auch die Geschichte von alten, noch bestehenden Häusern wird erzählt, wie die des Driangelhauses, übernommen von den Stüdlers, später Steudler genannt, aus Gadmen. Zuerst befand sich dort ein Kaufladen, dann ein Restaurant, die Drogerien Eicher und Büchler, heute der Wohnort des Betreibers von Taxi Sepp.
Im Zentrum aller Berichte stehen aber die Menschen, ihr Leben und Schaffen, ihr Mut, Neues zu wagen, ihre Schicksale, schöne, berührende, aber auch traurige Ereignisse.
Viele Verwandte der Betriebsgründer waren anwesend, erzählten am Tisch oder in kurzer Rede, was sie noch alles von ihren Vorfahren wussten.
Für eine heitere gute Stimmung sorgten die jungen Obwaldner Ländler Meitli Maria von Ah, Alexa Burch und Julia Kathriner mit Piano Akkordeon und Schwyzerörgeli.
Zurück zu Slanzis Malergeschäft, ein Betrieb der weiterlebt. Das gefällt gewiss Kurts Grossvater Elino, der die Slanzi Familie aus dem Trentino nach Giswil brachte und er freute sich sicher auch über die Gäste, die beim Apéro auf das Wohl Aller anstiessen.
Und über das Büchlein, das zu lesen sich allemal lohnt. Es kann gekauft werden bei Giswil Tourismus, im Egg Lädäli, in Schnider’s Dorfladä, Burch Eisenwaren im Grossteil, Bücher Dillier in Sarnen oder du gehst auf unsere Homepage und bestellst es unter «Publikationen».